Nantes, Edikt von


Nantes, Edikt von
Nantes, Edịkt von
 
[- nãt], am 13. 4. 1598 von König Heinrich IV. erlassenes Edikt, das die französischen Hugenottenkriege beendete. Es bestätigte das katholische Bekenntnis als Staatsreligion, gewährte aber den Anhängern der »reformierten Religion« Gewissens- und örtlich beschränkte Kultfreiheit. Die Reformierten bekamen Zutritt zu öffentlichen Ämtern. Weiterhin wurden konfessionell gemischte Gerichtshöfe gegründet. Außerdem erhielten sie etwa 100 »Sicherheitsplätze«, deren wichtigster La Rochelle war; hier konnten sie auf Staatskosten Garnisonen unterhalten. Obwohl Richelieu im Interesse der Staatseinheit den Reformierten diese Plätze entzog (1629), blieb das Edikt die Grundlage ihrer religiösen und bürgerlichen Rechte bis zu seiner Aufhebung durch Ludwig XIV. im Edikt von Fontainebleau (18. 10. 1685.
 
Ausgabe: Das E. von N. Das Edikt von Fontainebleau, bearbeitet von E. Mengin (1963).
 
 
Der Exodus der Hugenotten. Die Aufhebung des E. v. N. 1685 als europ. Ereignis, hg. v. H. Duchhardt (1985);
 J. Garrisson: L'édit de Nantes et sa révocation (Paris 1985).

Universal-Lexikon. 2012.

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